Ratgeber · Notruf

Notruf 112: Was die Leitstelle fragt

Im Notfall zählt, dass der Notruf abgesetzt wird. Der Beitrag erklärt den Ablauf am Telefon: wann die 112 die richtige Nummer ist, welche vier Fragen die Leitstelle stellt und warum ihr nicht von euch aus auflegt. Er ersetzt weder einen Erste-Hilfe-Kurs noch ärztliche oder rettungsdienstliche Hilfe.

Notfall? Zuerst die 112 wählen.

Wer Bewusstlosigkeit, Atemnot, Anzeichen eines Herzinfarkts, eine schwere Verletzung oder einen Brand sieht, wählt die 112. Der Anruf ist kostenlos, rund um die Uhr möglich und braucht keine Vorwahl. Nennt zuerst den Ort, beantwortet dann in Ruhe die Fragen der Leitstelle und legt nicht auf, bevor die Leitstelle das Gespräch beendet.

Wann 112, wann 116 117?

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BBK) beschreibt die 112 als die richtige Nummer bei allen akuten, potenziell lebensbedrohlichen Situationen. Genannt werden unter anderem Bewusstlosigkeit, Anzeichen eines Herzinfarkts, Verdacht auf Schlaganfall, schwere Verletzungen und Brände. Für Beschwerden, die nicht lebensbedrohlich sind, ist der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117 gedacht, damit die 112 frei bleibt.

Was ihr über die 112 wissen solltet

  • Die 112 ist gebührenfrei und rund um die Uhr erreichbar (BBK); laut Bundesgesundheitsministerium geht das ohne Vorwahl.
  • In der gesamten EU könnt ihr sie von jedem Festnetz- und Mobiltelefon kostenlos anrufen (EU-Portal Your Europe).
  • Der Anruf verbindet direkt mit der zuständigen Leitstelle von Feuerwehr und Rettungsdienst (BBK).

Die vier Fragen der Leitstelle

Die Johanniter nennen als Fragen der Leitstelle:

  1. Wo ist der Notfall? Beginnt mit dem Ort. Reißt die Verbindung ab, weiß die Leitstelle dann wenigstens, wo sie suchen muss.
  2. Was ist passiert?
  3. Wie viele Verletzte oder Erkrankte gibt es?
  4. Welche Symptome oder Verletzungen liegen vor?

Das BBK führt in seiner Aufzählung außerdem die Frage auf, wer anruft.

In Ruhe antworten, nicht auflegen

Ruhe zu bewahren und die Fragen der Leitstelle zu beantworten, ist laut Johannitern das Wichtigste. Legt nicht einfach auf: Anrufende erhalten oft noch wichtige Anweisungen. Das BBK formuliert es kurz: „Warten Sie auf Rückfragen!“ Legt erst auf, wenn die Leitstelle es sagt.

Eigenschutz und Reihenfolge

Das BBK nennt als Erstes die eigene Sicherheit und bei Bedarf das Absichern der Schadensstelle. Danach folgen die lebensrettenden Sofortmaßnahmen und der Notruf; die Reihenfolge kann je nach Lage wechseln, der Notruf soll möglichst früh erfolgen. Sind weitere Personen da, kann eine von ihnen die 112 wählen, während andere schon helfen.

Üben statt hoffen

Wie ein Notruf klingt, lässt sich üben. Im Erste-Hilfe-Kurs gehört der Notruf zu den Grundlagen; Betriebe finden hier, wie die Ausbildung betrieblicher Ersthelfer abläuft.

Quellen

Stand: . Die Quellen wurden am 20.10.2026 abgerufen. Der Beitrag beschreibt den Ablauf des Notrufs und gibt keine Behandlungsanweisungen.

FAQ

Häufige Fragen zum Notruf 112

Wann wähle ich die 112 und wann die 116 117?

Die 112 gilt bei akuten, potenziell lebensbedrohlichen Situationen, zum Beispiel bei Bewusstlosigkeit, Anzeichen eines Herzinfarkts oder schweren Verletzungen. Bei Beschwerden, die nicht lebensbedrohlich sind, ist der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117 zuständig (Quelle: BBK).

Kostet der Notruf 112 etwas?

Nein. Die 112 ist gebührenfrei und rund um die Uhr erreichbar; in der EU ist der Anruf von jedem Festnetz- und Mobiltelefon kostenlos.

Darf ich auflegen, wenn ich alles gesagt habe?

Nicht von euch aus. Wartet auf Rückfragen der Leitstelle und legt nicht einfach auf; Anrufende erhalten oft noch wichtige Anweisungen. Legt erst auf, wenn die Leitstelle es sagt.

Erste Hilfe im Team üben?

Wir kommen mit Material zu euch und üben die Abläufe gemeinsam, vom Notruf bis zur Übergabe.

+49 5527 7488495

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